Hypotheken Lexikon - Belehnung

Vergleichen Sie jetzt die aktuellen Hypothekenzinssätze im Schweizer Hypothekenmarkt!

Zum Vergleich

Vergleichen Sie jetzt die aktuellen Hypothekenzinssätze im Schweizer Hypothekenmarkt!

Zum Vergleich

Belehnung: Wie hoch darf meine Hypothek maximal sein?

Die Belehnung beschreibt das Verhältnis zwischen der Hypothekarsumme und dem Objektwert. Grundsätzlich darf in der Schweiz die Belehnung einer Hypothek maximal 80 Prozent betragen. Das bedeutet im Umkehrschluss: Mindestens 20 Prozent des Objektwerts muss der Hypothekarnehmer mit seinen Eigenmitteln finanzieren.

Das Verhältnis vom Fremdkapital zum Objektwert der Immobilie wird als Belehnung bezeichnet und stellt neben der Berechnung der Tragbarkeit einen wichtigen Faktor bei der Vergabe einer Hypothek dar.

Wie viel Eigenkapital muss ich beisteuern?

Die höchstmögliche Belehnung für Hypotheken in der Schweiz liegt bei 80 Prozent. Die übrigen 20 Prozent müssen vom Hypothekarnehmer aus eigenen Mitteln beigesteuert werden. Dabei gilt: Es müssen mindestens 10 Prozent aus «hartem» Eigenkapital bestehen, also Geld, dass sich auf dem Bankkonto befindet oder beispielsweis von einem Erbvorbezug stammt. Der Rest kann aus Geldern der 2. Säule oder einem Pensionskassen-Vorbezug stammen.

Die Vergabekriterien variieren von Anbieter zu Anbieter

Finanzinstitute vergeben die Maximalbelehnung von 80 Prozent jedoch nur unter bestimmten Voraussetzungen, welche von Anbieter zu Anbieter stark variieren. Wenn Sie also von einem Anbieter abgelehnt werden, bedeutet das noch nicht, dass Sie den Traum vom Eigenheim gleich aufgeben müssen.

Erste und zweite Hypothek: Was bedeutet das?

Im Falle einer hohen Belehnung wird die Hypothekarsumme zudem auf zwei Hypotheken aufgeteilt, in eine grössere und eine kleinere. Die 1. Hypothek ist auf maximal 65 bis 70 Prozent beschränkt. Die 2. Hypothek deckt die fehlenden 10 bis 15 Prozent. Für die zweite Hypothek gelten gesonderte Bedingungen, was die konkreten Ausgestaltungen wie beispielsweise Zinssatz und Laufzeit betrifft. Anders als die erste Hypothek muss die zweite Hypothek zwingend innerhalb eines bestimmten Zeitraums – meist sind es 15 Jahre oder spätestens bis zum Erreichen des Pensionsalters - amortisiert werden.

Fazit: Berechnen Sie mit Weitblick

Die Frage nach der Belehnung ist also nicht nur für den Hypothekargeber wichtig, sondern auch für Sie als Hypothekarnehmer. Verschaffen Sie sich zuerst einen Überblick über Ihre Finanzen - unbedingt auch mit Blick in die Zukunft – um festzustellen, ob eine zweite Hypothek für Sie notwendig ist. Wenn Sie diese Frage nicht selber beantworten können, lassen Sie sich von einem unabhängigen Experten beraten, um die bestmögliche Finanzierungslösung für Ihre Bedürfnisse zu eruieren.